Schifffahrt Blexen: Neues Kommando auf schwimmendem Multitalent

2022-05-14 22:26:07 By : Mr. bruce li

Das Spezialschiff erfüllt für das Wasser- und Schifffahrtsamt gleich mehrere Aufgaben. Es kann auch als Feuerlöschboot eingesetzt werden.

Blexen Monitore, Mikrofone, Funkgeräte, blinkende Armaturen und Displays wohin das Auge blickt: Der neue Arbeitsplatz von Kai Weers ist kein Büro, sondern die Brücke des 15 Millionen Euro teuren High-Tech-Tonnenlegers „Nordergründe“ des Wasser- und Schifffahrtsamtes Bremerhaven (WSA).

Der 48-jährige Blexer hat seit dem 2. November das Kommando auf dem hochmodernen Schiffsneubau, der mit seiner Indienststellung gleich drei ausgemusterte Arbeitsschiffe des WSA ersetzte.

Die „Nordergründe“ wurde am 29. August in Bremerhaven getauft.

Die Fassmer-Werft baute das Schiff.

Am Mittwoch, 14. November, war Indienststellung.

Es ist ein Gewässerschutzschiff mit Sonderaufgaben, so Kai Weers.

Die „Nordergründe“ ist ein schwimmendes Multitalent: Tonnenleger, Feuerlöschboot, Überwachungs- und Arbeitsschiff. „Ein Gewässerschutzschiff mit Sonderaufgaben“, sagt Kapitän Kai Weers im Gespräch mit der NWZ . Sein neues Schiff ist also kein gewöhnlicher Tonnenleger. Der Kapitän blättert im Logbuch. Die Lesebrille, die an zwei Kordeln um seinen Hals hängt, setzt er auf und fährt mit zwei Fingern über die Einträge.

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Schmunzeln. „Ach ja“, sagt Kai Weers, „unser erster Einsatz“. Am Mittwoch, 14. November, ist in dem Buch für 15 Uhr die Indienststellung des Schiffes in Bremerhaven verzeichnet. 45 Minuten später wurde die „Nordergründe“ zum Fähranleger nach Blexen gerufen. Ein Baumstamm trieb als Schifffahrtshindernis auf der Weser.

„Wir sind für die Sicherheit des Schiffsverkehrs auf der Weser zuständig“, sagt Kai Weers und blickt kurz aus den großen Fenstern. In einigen Metern Entfernung treibt eine Tonne – ein schwimmendes Seezeichen. 470 dieser Tonnen befinden sich auf der Unter- und Außenweser. Die regelmäßige Wartung der Seezeichen ist die Hauptaufgabe des Tonnenlegers. „Unser täglich Brot“, sagt Kai Weers.

Er ist stolz auf sein neues Schiff und schwärmt beim Rundgang durchs Innere von den atemberaubenden Manövriereigenschaften. „Wir können auf einen Dezimeter genau einen Stein im Wasser platzieren“, sagt er.

Aus dem hinteren Teil des Raumes ruft ein Mitarbeiter in Richtung Chef: „Nur fliegen können wir nicht“. Kai Weers lacht. Er wurde in Blexen geboren. Nach der Schule machte er in Elsfleth eine Lehre zum Schiffsmechaniker und anschließend sein Patent als Kapitän auf nationaler Fahrt. Er fuhr zunächst auf der Fähre Brake-Sandstedt. 1989 wechselte er zum Wasser- und Schifffahrtsamt Bremerhaven.

Nach einem zweijährigen Studium an der staatlichen Seefahrtsschule in Cuxhaven machte der Blexer in diesem Jahr das große Kapitänspatent, das auf Amtsfahrzeugen vorgeschrieben ist.

Von Bremen bis Wangerooge reicht sein neues Revier. Neben der Weser gehört auch die Deutsche Bucht zu seinem Einsatzbereich. Acht Mann Besatzung fahren mit, darunter Steuermann, Maschinist und Schiffsmechaniker.

Das Schiff ist für extreme Gefahrensituationen konstruiert. Bei Bränden kommen zwei große Feuerlöschkanonen zum Einsatz, außerdem können zehn Feuerwehrleute und Ausrüstung transportiert werden.

„Wir können auch in kontaminiertes Gebiet hineinfahren“, sagt Kai Weers. Das Schiff kann in seinem Innern einen Überdruck erzeugen, so dass keine giftigen Gase eindringen.

Auch polizeiliche Aufgaben übernimmt die „Nordergründe“. „Wir verfolgen aber keine Straftaten“, sagt Kai Weers.

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